Als er in den 1970er Jahren zum ersten Mal auf das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz kam, war es „wie im Schwarz-Weiß-Film“ und die Baracken wirkten, als seien sie erst vor kurzem verlassen worden. Christoph Heubner arbeitete für die evangelische „Aktion Sühnezeichen“ und baute – nach und nach – mit Überlebenden des Konzentrationslagers die Internationale Jugendbegegnungsstätte nahe der Gedenkstätte auf.

Menschen aus ganz Europa, die dem Holocaust entkommen waren, begleitet er, lernt von ihnen und steht an ihrer Seite, wenn sie Schülerinnen und Schülern von ihrem Leben vor, während und nach Auschwitz berichten oder als Zeugen vor Gericht den Tätern oder Täterinnen  gegenüber stehen. Als Schriftsteller erzählt Christoph Heubner davon, was Menschen die Kraft gibt, zu überleben und mit den Erinnerungen weiterzuleben. Zwei Bände seiner Auschwitz-Erzählungen sind bereits erschienen, ein dritter ist in Vorbereitung: Literatur gegen das Vergessen!

Ein Beitrag von Irene Dänzer-Vanotti.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 23.01.2022, 11:30 Uhr.