Der Begriff der 'Nachhaltigkeit' ist aller Munde, doch er verliert zunehmend an Glaubwürdigkeit: Der CO2-Ausstoß nimmt weiter zu, der Humusgehalt der Böden sinkt dramatisch, das Klima erwärmt sich jedes Jahr mehr, immer mehr Arten sterben aus.

Weil 'Nachhaltigkeit' wörtlich bedeutet, das Bestehende für die Nachwelt zu erhalten, ist dieser Ansatz für viele Ökologen nicht mehr ausreichend. Sie sprechen mittlerweile immer öfter davon, dass wir heute 'regenerative Kulturen' brauchen, die zerstörte Öko-Systeme wiederherstellen und sich um den Aufbau von Humus kümmern, damit kommenden Generationen eine gesündere Welt hinterlassen wird, als sie heute ist.

Der Ansatz fordert eine Wende in der Landwirtschaft, im industriellen Wachstum, im individuellen Lebensstil. Aber er verspricht mehr Lebensqualität und Sinn. Langsam erreichen die ökologischen Vordenker auch die großen Konfessionen, die über die 'Erhaltung des Bestehenden' hinausdenken und den Schwerpunkt auf die Heilung der Schöpfung legen wollen.

Ein Beitrag von Geseko von Lüpke.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 22.08.2021, 11:30 Uhr.

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit