Fasten ist ein fester Bestandteil aller Religionen. Für viele ist es ein jährliches Ritual. Es gibt aber auch Leute, die eine extreme Form des Fastens propagieren. Dabei berufen sie sich auf die lange religiöse Tradition der Askese. Doch was Lichtnahrungsanhänger propagieren, kann tödlich enden.

Damit sich die Gläubigen wieder mehr auf ihren Glauben konzentrieren und Gott näherkommen, ist Fasten ein fester Bestandteil aller Religionen. Jesus zog sich vor seinem Wirken 40 Tage zum Fasten in die Wüste zurück; Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde; und Moses stieg auf den Berg Sinai und fastete 40 Tage, bevor er Gottes Wort empfing. Fasten ist also ein uralter Prozess. Heutzutage ist es für viele ein jährliches Ritual, um zu sich selbst zu finden.

Es gibt aber auch Leute, die eine extreme Form des Fastens propagieren und sich dabei auch auf die lange religiöse Tradition der Askese berufen: Resl von Konnersreuth zum Beispiel, soll von 1926 bis zu ihrem Tod 1962 außer der Kommunion weder gegessen noch getrunken haben. Auch Niklaus von Flüe, Schutzpatron der Schweiz nahm angeblich in den letzten 19 Jahren seines Lebens außer der heiligen Kommunion nichts zu sich, außer Wasser. Die Lichtnahrungsanhänger propagieren das Gleiche: eine esoterische Behauptung, die tödlich enden kann.

Ein Beitrag von Dorothea Brummerloh.

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Sendung: hr2-kultur, "Camino", 13.06.2021, 11:30 Uhr.