Davids Harfe klingt über den Tod hinaus. Leonard Cohens berühmter Song "Halleluja" gehört zu seinen besonders rätselhaften. Das Thema Religion hat Leonard Cohen ein Leben lang beschäftigt.

Der geborene Jude greift häufig christliche Motive auf und lebte jahrelang in einem Zen-Kloster. Häufig verraten seine Texte tiefe Zweifel an Gott und den Religionen, doch sie zeigen auch eine starke Bindung. Kein Gotteslob ohne doppelten Boden und kaum ein doppelter Boden ohne Gotteslob. Fast immer erfahren religiöse Inhalte bei Cohen eine Brechung, doch fast nie gibt er sie der Lächerlichkeit preis. Gerade das macht sie so ehrlich und gegenwärtig.

Ein Beitrag von Gerald Beyrodt.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 01.11.2020, 11:30 Uhr.

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