Martin Luther hat auf dem Reichstag zu Worms am 18. April 1521 die "Freiheit eines Christenmenschen" gegen Staat und Kirche verteidigt.

Aber war damit schon das moralisch urteilsfähige und selbst-verantwortliche Individuum "erfunden"? Schuf Luther die Voraussetzung für die Freiheit der Wissenschaft, der Kunst und der Presse? Lieferte er die Motivation für Bildung und Reifung autonomer Persönlichkeiten? Ja, sagen Kirchen- und Staats-Repräsentanten, in Worms vor 500 Jahren wurde vieles gesät, was Aufklärung und Moderne an Früchten hervorbrachten. Nein, halten manche Historiker und Publizisten dagegen, Luther war im Kern ein christlicher Fundamentalist, der den 30jährigen (Religions-)Krieg beförderte.

Ein Beitrag von Andreas Malessa.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 18.04.2021, 11:30 Uhr.

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