Mit dem "Stuttgarter Schuldbekenntnis" bekannte sich die evangelische Kirche vor 75 Jahren mitschuldig an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Federführender Autor dieses Eingeständnisses: Martin Niemöller. Doch nun kratzt eine neue Biographie an diesem radikal-pazifistischen Image.

Martin Niemöller, der Pfarrer der Bekennenden Kirche hatte jahrelang im KZ gesessen. Nach dem Krieg wurde er Kirchenpräsident in Hessen-Nassau und zu einer Ikone des linksliberalen Protestantismus. Der ehemalige U-Boot-Offizier des 1. Weltkrieges kritisierte die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik und bezeichnete Soldaten als Mörder.

Wer war Martin Niemöller wirklich?

Doch nun kratzt eine neue Biographie an diesem radikal-pazifistischen Image. War Martin Niemöller Zeit seines Lebens Antisemit? Hat er seine einst nationalistische Haltung nach 1945 nur übertüncht? War das Stuttgarter Schuldbekenntnis ein taktisches Zugeständnis an die Alliierten? Wer war Martin Niemöller wirklich?

Ein Beitrag von Michael Hollenbach.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 11.10.2020, 11:30 Uhr.

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