Wenn das Schicksal ins eigene Leben einbricht, kann das einen Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen. Eine lebensbedrohliche Erkrankung wird diagnostiziert, ein geliebter Mensch ist gestorben, ein schreckliches Unwetter hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Was tun, wenn die Lage aussichtslos erscheint?

Schlimmste Gefühle kommen in einer solchen Situation plötzlich unkontrolliert zum Vorschein. In unserer Kultur wird die Verzweiflung irrtümlicherweise oft als persönliche Schwäche ausgelegt. Mit der Folge, dass sie unterdrückt und erstickt wird. Das lähmt die Psyche.

Verzweiflung ist ein Alarmsignal. Sie kann auch ein wichtiger Entwicklungsschritt sein, eine notwendige Bedingung für Erneuerung. Gelingt es, sich ihr zu stellen, kann neue Hoffnung aufkeimen, manchmal sogar ein existentieller Neuanfang.

Ein Beitrag von Lisa Laurenz.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 02.04.2021, 11:30 Uhr.

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