Seit etwa 45 Jahren werden in Deutschland Schilderungen von Nahtod-Erlebnissen veröffentlicht. Nur wenige Menschen berichten Negatives von der Schwelle vom Leben zum Tod. Die Wissenschaft sucht nach Erklärungen solcher Erlebnisse, bleibt bislang aber in Vermutungen stecken.

Menschen beschreiben, wie sie sich an der Schwelle zum Tod aus ihrem Körper lösen und zu neuen Ufern aufbrechen, manchmal nur bis zur Zimmerdecke hochsteigen, manchmal aber auch durch Tunnel gleiten in ein helles Licht hinein. Ihre Schmerzen verschwinden, sie erfahren tiefe Geborgenheit, Frieden und Liebe.

Erklärungen gibt es noch keine. Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit sagen: Eine positive Nahtod-Erfahrung verändert den, der sie erlebt. Die Angst vor dem Tod verschwindet, Materielles verliert an Bedeutung, soziales Engagement wächst. Denn oft geht die Erfahrung mit dem Gefühl einher, dass das Leben nicht ohne Grund noch mal zurückgegeben wurde, dass noch eine Aufgabe zu erfüllen ist.

Ein Beitrag von Mechthild Müser.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 04.04.2021, 11:30 Uhr.

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