Achtzig Prozent der Wahrnehmung läuft über die Augen. Im Dunkeln schärfen sich die übrigen Sinne. Brauchen Menschen die Stille der Nacht, damit neue Ideen aufsteigen können?

Aus dem Dunkel schuf Gott das Licht bevor er die Erde belebte. Eine Finsternis ging dem Sterben Jesu voraus, das zur Grundlage einer neuen Religion wurde. Das Dunkel ist Hort von Gutem und Bösen, es birgt unvorhersehbare Veränderungen und Möglichkeiten.

Dichter*innen und Malende lassen sich von Dämmerung und Mondlicht inspirieren, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie hell Bürolicht sein darf, damit es die Kreativität nicht stört. Und Manager *innen begeben sich in totale Dunkelheit, um Lösungen für Firmenprobleme zu finden. Brauchen Menschen die Stille der Nacht, damit neue Ideen aufsteigen können?

Ein Beitrag von Mechthild Müser.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 14.11.2021, 11:30 Uhr.