Für die Mehrheit der rund 1,9 Millionen arabischen Israelis war das Gedenken an die Shoah bisher kein Thema. Erst in den vergangenen Jahren wächst unter ihnen das Interesse an der historischen Erinnerung, die in Israel so etwas ist wie eine "zivile Religion". Parallel dazu haben Holocaust-Gedenkstätten und Museen spezielle Programme vor allem für arabische Lehrer und Schüler entwickelt.

Rund 30 Prozent der arabischen Israelis leugnen dennoch die Shoah. Diese Menschen sind allerdings keine Holocaustleugner, so wie man sie in Europa kennt. Sie lehnen es jedoch ab, dass Israel die Shoah zur Legitimation des jüdischen Staates nutzt und zugleich die Katastrophe der Palästinenser im Krieg von 1948, die so genannte "Nakba", weitgehend verschweigt. Vor dem Hintergrund des israelisch-palästinensischen Konflikts hat Igal Avidan mit arabischen und jüdischen Israelis über die Bedeutung der Shoah für das gemeinsame Zusammenleben gesprochen.

Ein Beitrag von Igal Avidan.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 31.01.2021, 11:30 Uhr.

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