Umarmungen tabu. Ein herzlicher Händedruck zur Begrüßung verboten. Nach wie vor gelten wegen der Corona-Pandemie Abstandsregeln. Das Credo zur Eindämmung: Körperkontakt vermeiden. Das ist nicht leicht einzuhalten – und auch auszuhalten. Jugendliche haben damit genauso ihre Probleme wie alte Menschen.

Bindungen leben von Berührung. Berührung schafft Nähe. Auch in der Religion ist Berührung zentral, gilt doch das Handauflegen als eine der ältesten Heilmethoden überhaupt. Auch Jesus soll Kranke durch Berührung geheilt haben.

Die Seele braucht Körperkontakt

Heute weiß man: Bei einer Umarmung produziert der Körper das Glückshormon Oxytocin, das Kuschelhormon, das gegen Angst und emotionalen Stress wirkt.

Berührung im Alltag, die bisher selbstverständlich waren, gelten jetzt als gefährlich. Was macht die körperliche Isolation mit unserer Seele? Und was machen die Kontaktbeschränkungen mit unserer Gesellschaft. Körperliche Nähe wäre doch gerade in Zeiten von Ungewissheit und Angst wichtiger denn je.

Über den Wert des Berührens hat die Autorin Barbara Weiß mit Jugendlichen, einer Intensivkrankenschwester und einer Senioren-Seelsorgerin sowie mit alten Menschen gesprochen.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 11.10.2020, 11:30 Uhr.

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