Welche Geschichten wir uns über die Krise erzählen, entscheidet darüber, wie wir uns an sie erinnern. Dietrich Brants berichtet von Lockdown-Kuriositäten wie dem spontanen Straßentennis am Beginn seiner Sackgasse, auch von Unsicherheit und Angst im Pflegeheim seiner Mutter.

Es ist insgesamt eine Geschichte der Gefühle im Quarantäneformat. Zufällig geht er im März 2020 Corona bedingt am selben Freitag in die Selbstisolation wie das ganze Land. So beschreibt er 14 Tage lang den Beginn einer neuen Epoche der Eventualitäten. Jeden Tag beobachtet er neue Symptome, an sich selbst wie an anderen. Alle haben psychosoziale Ursachen – zum Beispiel, wenn Politiker von "Krieg" sprechen und das Virus zur narzisstischen Kränkung wird. Irgendwann stellt sich die Frage: Warum nur hat man der Krankheit diesen niedlichen Namen gegeben? "Corona" – muss so nicht eine Figur in einem Kinderfilm heißen?

Realisation: Dietrich Brants & Iris Drögekamp

hr 2021

Als Auftakt zum Podcast auf hr2.de und in der ARD Audiothek, sendet hr2-kultur heute die ersten beiden Folgen des Podcast.

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Dietrich Brants

geboren in Tübingen, Kurt-Magnus-Preisträger der ARD, studierte Philosophie, Soziologie und Kommunikationswissenschaften in München und Paris. Seit den 1990er Jahren ist er Feature-Autor, Redakteur und Moderator im SWR, seit 2011 Redaktionsleiter von "SWR2 Kultur Aktuell".

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Sendung: hr2-kultur, "The Artist's Corner", 30.01.2021, 23:00 Uhr.

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