Der Untergang des ersten israelitischen Königs Saul. Und der Aufstieg seines Nachfolgers David. Diese alttestamentliche Geschichte erzählt Georg Friedrich Händel in seinem Oratorium "Saul".

David - Andreas Scholl, Countertenor
Saul - Adam Plachetka, Bassbariton
Merab - Natalia Rubiś, Sopran
Michal - Kristýna Vylíčilová, Sopran
Jonathan - Rupert Charlesworth, Tenor
Hohepriester - Tadeás Hoza, Bariton
Hexe von Endor - Jakub Kubín, Tenor
Ein Amalekiter - Lukáš Hacek, Tenor
Geist Samuels - Jiři Miroslav Procházka, Bariton
Doëg - Martin Vacula, Bass

Czech Ensemble Baroque
Leitung: Roman Válek

Händel: Oratorium "Saul" HWV 53

(Aufnahme vom 8. Februar 2019 aus dem Dvorák-Konzertsaal im Rudolfinum)

Sein viertes Oratorium stellt Händel 1738 in nur zwei Monaten fertig. Und reagiert damit auf den Publikumsgeschmack, der sich geändert hat. Die Londoner fühlen sich nicht mehr angesprochen von italienischen Barockopern, sondern verlangen nach Werken in englischer Sprache. Händel kommt seinem Publikum entgegen und schafft eine völlig neue Art des Oratoriums, indem er Elemente aus der Oper in das Oratorium integriert. Entstanden ist mit Händels "Saul"das dramatischste und musikalisch aufwändigste seiner Oratorien.

Das "Czech Ensemble Baroque" ist seit seiner Gründung 1998 aus der Musiklandschaft Tschechiens und seiner Nachbarländer nicht mehr wegzudenken. Gründer und Leiter Roman Válek versammelt Musikerinnen und Musiker aus Tschechien, Polen, Deutschland und der Slowakei im Chor und im Orchester des Ensembles. Unter den zahlreichen Aufnahmen sticht das Händel-Album mit dem tschechischen Bassbariton Adam Plachetka heraus. Am 8. Februar 2019 sang er in einem Konzert mit dem "Czech Ensemble Baroque" im Rudolfinum in Prag die Partie des Königs Saul in Händels gleichnamigem Oratorium. Ihm zur Seite stand der Countertenor Andreas Scholl in der Rolle des David.

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 03.04.2021, 20:04 Uhr.

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