Erst 50 Jahre nach der ersten Aufführung hat George Gershwins Oper "Porgy and Bess" 1985 auch ihren Weg an die Metropolitan Opera in New York gefunden. Und Geduld hat auch Intendant Peter Gelb gebraucht, bis es ihm nun endlich gelungen ist, die seit seinem Amtsantritt ersehnte neue Produktion an der MET zu verwirklichen. Mit zwei Stars in den Titelrollen: Eric Owens wird als Porgy und Angel Blue als Bess zu erleben sein.

Bess - Angel Blue
Porgy - Eric Owens
Clara - Janai Brugger
Serena - Latonia Moore
Maria - Tichina Vaughn
Sportin' Life - Frederick Ballentine
Crown - Alfred Walker
Jake - Ryan Speedo Green
Annie - Brittany Renee
Mingo - Errin Duane Brooks
Robbins - Chauncey Packer
Jim - Norman Garrett
Peter - Joshua Blue
u.a.

Chor und Orchester der Metropolitan Opera
Leitung: David Robertson

Gershwin: Porgy and Bess

(Aufnahme vom 3. November 2021 aus der Metropolitan Opera)

Das zarte Pflänzchen der Liebe wächst auch unter schwierigen Bedingungen: Etwa in der Catfish Row, einer armen Gegend in Charleston, an der Küste von South Carolina. Der gehbehinderte Bettler Porgy nimmt Bess bei sich auf, nachdem der gewalttätige Crown fliehen musste, weil er Robbins beim Würfelspiel ermordet hat. Doch die Beziehung von Porgy und Bess ist immer wieder gefährdet, weil Bess doch nicht von Crown lassen kann und Sportin‘ Life sie nach New York lockt.

Eine berührende Geschichte, die George Gershwin mit einer Musik erzählt, die ihr Potential nicht zuletzt in zahlreichen Bearbeitungen bewiesen hat. Wie kraftvoll schon das Original ist, das können Sie heute unter der Leitung von Dirigent David Robertson aus der MET erleben.

Am Mikrofon: Richard Lorber

Anschließend:
Gershwin: An American in Paris (New York Philharmonic / Leonard Bernstein)
Bernstein: Cool-Fuge und Rumble aus "Symphonic dances from West Side Story" (Los Angeles Philharmonic Orchestra / Leonard Bernstein)

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 07.05.2022, 19:04 Uhr.