Eine todkranke Kurtisane, ein junger Liebhaber und ein verzweifelter Vater: Verdis Opern-Tragödie “La Traviata” zählt nicht umsonst zu den meistgespielten Opern-Klassikern in der Welt. Am Royal Opera House hatte Dirigent Antonello Manacorda eine illustre Sängerschar um sich versammelt – darunter der deutsche Bariton Christian Gerhaher.

Violetta Valéry - Lisette Oropesa
Alfredo Germont - Liparit Avetisyan
Giorgio Germont - Christian Gerhaher
Flora Bervoix - Stephanie Wake-Edwards
Annina - Renata Skarelyte
Gastone - Egor Zhuravskii
Baron Douphol - Yuriy Yurchuk
Marchese d'Obigny - Jeremy White
Dottore Grenvil - Blaise Malaba

Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden
Leitung: Antonello Manacorda

(Aufnahme vom 9. November 2021 aus dem Royal Opera House in London)

Regisseur Richard Eyre hat Verdis "Traviata" bereits 1994 am Londoner Opernhaus in Szene gesetzt – doch diese mit historischen Kostümen und Bühnenbildern garnierte Produktion ist weiterhin ein Publikumsmagnet. Zumal das Royal Opera House immer wieder exzellente Sängerinnen und Sänger dafür engagiert. So ging im November die kubanisch-amerikanische Sopranistin Lisette Oropesa als todkranke Violetta über die Bühne. Offenbar eine Paraderolle für sie – was sie auch bereits an der New Yorker Met und am Grand Theatre del Liceu in Barcelona unter Beweis stellen konnte.

Auch der Armenier Liparit Avetisyan, der den jungen Germont sang, ist kein unbekannter Name mehr auf den Bühnen der Welt – und regelmäßig am Moskauer Bolschoi-Theater, an der Semperoper Dresden oder auch an der Opera Australia in Sydney zu Gast. Christian Gerhaher hat sich vor allem als hervorragender Lied-Interpret einen Namen gemacht - schlüpft aber gern auch in verschiedene Opernrollen. Am Royal Opera House gab er sein Rollen-Debüt als Vater Germont.

Anschließend:
Haydn: 3. Violinkonzert A-Dur (Isabelle Faust / Münchener Kammerorchester / Christoph Poppen)

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 12.03.2022, 20:04 Uhr.