Anders als sonst präsentiert sich die Aufführung von Mozarts Singspiel unter der Regie von Hans Neuenfels in Wien: Fast alle Rollen sind doppelt besetzt mit Sänger*innen und Schauspieler*innen.

Bassa Selim - Christian Nickel
Konstanze - Lisette Oropesa
Blonde - Regula Mühlemann
Osmin - Goran Jurić
Belmonte - Daniel Behle
Pedrillo - Michael Laurenz

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Antonello Manacorda

(Aufnahme vom 12. Oktober aus der Wiener Staatsoper)

Ein türkischer Pascha verzichtet großmütig auf seine schöne Sklavin, weil er erkennt, dass sie einen anderen liebt: Im Zeitalter der Aufklärung porträtiert Mozart einen Herrscher mit vernunftgesteuerter Menschlichkeit. Ein "teutsches Singspiel" hatte Kaiser Joseph II. in Auftrag gegeben, als Gegengewicht zur allerorts dominierenden Oper aus Frankreich. 1782 wird seine "Türkenoper", wie Mozart sie nennt, im Wiener Burgtheater uraufgeführt. Sie verzaubert augenblicklich das Publikum. Hundert Jahre nach der Zweiten Türkenbelagerung vor den Toren von Wien ist hier alles Osmanische en vogue. Im Janitscharen-Orchester greift Mozart es auf mit Piccoloflöten, Triangel, Trommeln und Tschinellen.

Sendung: hr2-kultur, "Opernbühne", 09.01.2021, 20:04 Uhr.

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