Der Pandemie zum Trotz - was war das für ein Literaturjahr: Die Literatur wurde gefeiert, die Lyrik zelebriert, es gab Debatten und Skandale, Preise wurden verliehen, ein Literaturmuseen eröffnet und ganz Hessen beging einen Tag für die Musik und die Literatur. Wir schauen zurück auf einige der schönsten Momente im Literaturjahr 2021.

"Das Internet ist voller Klingel-an-der-Tür-und-renn-weg-Männer", sagte Antje Rávik Strubel, nachdem sie als Deutsche Buchpreisträgerin 2021 stattfand. Ist ihr preisgekrönter Roman „Blaue Frau“ nun ein Metoo-Roman? - Und was hat die ewige alte Frage nach der eigenen Identität im zweiten Corona-Jahr zu suchen? Einen Hinweis gab es in der Laudatio auf die Friedenspreisträgerin Tsitsi Dangarembga: „Egal, wie hart das ist, aber in der Fremde hat man die Zeit, sich selber zu sehen, weil andere dich anders sehen. Man hat die Zeit, sich zu hinterfragen: Wer bin ich eigentlich? Denn andere versuchen, dich zu definieren.“ - Und warum meinte Clemens Setz auf die Nachricht hin, er sei der Büchnerpreisträger dieses Jahres, nun fühle er sich, als sei er mit Süßigkeiten beworfen worden?

Es war einiges los in diesem Literaturjahr, und das nicht nur weil die üblichen Preise verliehen wurden. Das literarische Leben ging weiter, ob hybrid, online oder live. Es gab politische Debatten etwa um rechtsextreme Verlage auf der Buchmesse, das Deutsche Romantikmuseum wurde eröffnet, ein hessenweiter Tag für die Musik und die Literatur wurde gefeiert, die Hochstädter Lyriknacht fand statt, Frankfurt hat wieder ein Buch gelesen und Bergen eine neue Stadtschreiberin.

Das und was literarisch noch alles passierte 2021 in Hessen stellen Ihnen Julika Tillmanns und Mario Scalla vor.

Sendung: hr2-kultur, "Literarischer Jahresrückblick", 31.12.2021, 15:04 Uhr.