Die französische Elektroakustikerin Christine Groult kreiert Hörfilme, Arbeiten für das "Cinéma pour L’oreille", das "Ohren-Kino".

Am Mikrofon: Christian Schröder

Beeinflusst von der "musique concrète" Pierre Schaeffers und Pierre Henrys sowie von der Ästhetik des späten Luigi Nono interessiert Christine Groult sich besonders für das poetische Potenzial von Klängen. Groults Kompositionsprozess beginnt mit der Mikrofonaufnahme: Sie fixiert die Nähe des gefundenen Klanges, zoomt so nah wie möglich an diesen heran, erheischt seine sonore Intimität. Dann transformiert sie die Aufnahmen und verwebt sie zu organischen Einheiten, zu kontemplativen Kompositionen. Christine Groult lehrt elektroakustische Komposition in Pantin, einem Vorort von Paris.

Sendung: hr2-kultur, "The Artist's Corner", 15.05.2021, 23:00 Uhr.