Marc Behrens notierte 1987 direkt nach dem Erwachen erstmals einen Traum und gab ihm den Titel "Der Weiche Killer". Seither führt der 1970 in Darmstadt geborene Intermedia-Künstler Traumtagebücher, die er "Nachtsprache" nennt.

hr 2021 | ca. 40 Min. | Hörpremiere

Für das Projekt "The Dreams in Which I’m Dying" (2018) mit der Tänzerin Alma Toaspern experimentierte Behrens mit echten und erfundenen Träumen sowie einfachen schamanischen Reisen. Dadurch inspiriert, überarbeitete er seine Traumtagebücher. Seit Ende April 2020 zeichnet Behrens im Halbschlaf Gesprochenes auf. Eine "Nachtsprache" mit Fehlern, Lücken, unbeholfenen Wiederholungen, stockendem Duktus. Zudem konsultiert Behrens für sein Hörstück auch Traumtagebücher anderer, etwa von der surrealistischen Künstlerin Meret Oppenheim oder dem oulipotischen Schriftsteller Georges Perec. Das Sprunghafte, Disruptive, das Nicht-Lineare und Repetitive sowie die multiplen und ineinander übergehenden Personae in Träumen bilden in "Nachtsprache" wichtige choreografische und musikalische Ideen und Prinzipien.

Sendung: hr2-kultur, "The Artist's Corner", 06.03.2021, 23:00 Uhr.

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