In seinem jüngsten Buch "Wut" verarbeitet der Journalist Harald Martenstein die Gewalt, die er als Kind von seiner Mutter erfahren hat. Erst mit Mitte 60 traut er sich an das Thema, das sein ganzes Leben schon in ihm gärt. Mit seinen Erfahrungen ist er nicht allein.

Nicht nur zu Pandemie-Zeiten laufen Kinder Gefahr, misshandelt, beschimpft oder vernachlässigt zu werden: Von Menschen, auf deren Liebe und Fürsorge sie angewiesen sind, oft die eigenen Eltern, nicht selten auch die Mutter. Die Täterinnen und Täter sind meist überfordert und haben selbst Gewalt oder Demütigung erfahren. Denn die Wunden der Kinder bleiben – und prägen den Menschen bis ins hohe Alter.

Ein Beitrag von Michael Bertsch.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 06.02.2022, 11:30 Uhr.