Im Sommer 1954 lernte die in Worpswede lebende junge Berliner Schriftstellerin Ursula Ziebarth den "berühmten" Gottfried Benn kennen. Sie übermittelte dem damals 68-jährigen am Telefon die Einladung, in Bremen aus seinem Werk vorzulesen. Benn antwortete mit einer Einladung zum Eisessen. Daraus entstand ein innige Beziehung - und ein intensiver  Briefwechsel.

Ursula Ziebarth (1921-2018) hat mehr als 200 Briefe von Benn im Nachhinein aus ihrer Erinnerung mit Kommentaren versehen und veröffentlicht. Sie zeigen den Schriftsteller Benn in seinen letzten beiden Lebensjahren, wie man ihn bisher nicht kannte.

In der Reihe "Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“, haben der Schauspieler Edgar M. Böhlke und die Schauspielerin Paula Hans aus dem Briefwechsel gelesen. Die Frankfurter Autorin Hanne Kulessa stellte das ungewöhnliche Schriftstellerpaar vor und führt in den besonderen Briefwechsel ein. Sie hören eine gekürzte Fassung des Abends.

Die Veranstaltung fand im letzten Herbst im Frankfurter Holzhausenschlösschen statt, sie war Teil der Reihe „Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen“ der Frankfurter Bürgerstiftung, konzipiert von Hanne Kulessa, gefördert wurde sie von der Dr. Marschner Stiftung.

Weitere Informationen

Hernach
Gottfried Benns Briefe an Ursula Ziebarth
Wallstein Verlag, Göttingen 2001
504 Seiten
19,90 Euro

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Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 30.06.2020, 22:00 Uhr

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