Die Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski ist neue Trägerin des Luise Büchner-Preises für Publizistik. Die Verfasserin von „Die letzten Tage des Patriarchats“ analysiere in ihren Büchern, Artikeln und Essays Widersprüche in den Beziehungen zwischen Frauen und Männern, die in unserer vermeintlich egalitären Gesellschaft immer noch vorhanden sind, urteilte die Jury.

Stets gründlich recherchiert, seien ihre Texte oft frech und ironisch, aber nie verletzend. Der Preis ist nach der Darmstädter Frauenrechtlerin und Schriftstellerin Luise Büchner (1921–1877) benannt. Er würdigt Autorinnen und Autoren, die die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern aufdecken und Wege zu einer gerechteren Gesellschaft aufzeigen. Margarete Stokowski habe dabei alles im Blick, befand die Jury: die ungleiche Verteilung von Macht, Geld und Karriere, den Umgang mit Sex und die Körper der Geschlechter. Zwar seien dies Themen, über die zu Luise Büchners Zeiten selten gesprochen und erst recht nicht geschrieben wurde. Margarete Stokowski wisse aber genau, dass „unsere heutige Freiheit den Kämpfen derer zu verdanken ist, die darauf bestanden haben, dass noch nicht alles gut ist, und die sich nicht einschüchtern ließen von Leuten, die ihnen erzählten, sie seien zu verbittert, zu naiv oder komplett verrückt“.

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Buchhinweis

Margarete Stokowski, Die letzten Tage des Patriarchats, Rowohlt Verlag 2018
Hardcover: 20 Euro
Taschenbuch: 12 Euro

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Margarete Stokowski wurde 1986 in Polen geboren, seit 1988 lebt sie in Deutschland. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung bezeichnete sie 2019 als „lauteste Stimme des deutschen Feminismus“. Sie arbeitet unter anderem als Kolumnistin für Spiegel online und veröffentlichte im Rowohlt Verlag die Bücher „Untenrum frei“ und „Die letzten Tage des Patriarchats“. In der hr2-Spätlese stellen wir Margarete Stokowski mit einer Lesung aus „Die letzten Tage des Patriachats“ vor. Sie hören eine Aufnahme vom 17. Oktober 2019: Margarete Stokowski las auf Einladung der Luise Büchner-Gesellschaft e.V. am Gemeinschaftsstand „Literatur in Hessen“ auf der Frankfurter Buchmesse.

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Die Preisverleihung an Margarete Stokowski findet am 24. November 2019 im Literaturhaus Darmstadt statt. Der Luise Büchner-Preis für Publizistik wird seit 2012 jährlich von der Darmstädter Luise Büchner-Gesellschaft vergeben – immer rund um den Todestag der Namensgeberin am 28. November. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert. Bisherige Preisträgerinnen waren unter anderem Bascha Mika und Luise F. Pusch.

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