„Ein südliches Paradies, ein blühendes Weinland“, so beschreibt die junge englische Literatin Elisabeth Gaskell die Bergstraße, die hier während der Weinlese im Jahr 1850 einen Zwischenstopp auf einer Europareise einlegt. Es kamen einige Touristen um diese Zeit nach Hessen.

Der Aufbruchsgeist der 1848er-Revolution war noch zu spüren, hier träumte und schrieb Louise Büchner von der Emanzipation der Frauen, von Frauen und Beruf. Helene Christalle, Schriftstellerin aus Darmstadt, ist begeistert vom  Blick aus dem Zugfenster, wenn man sich aus südlicher Richtung entlang der vielen Hügel Heppenheim nähert. Schreibend nahm sie sie das "Blaue Haus" in Augenschein, das Haus einer Dichterin, das andere Dichter und Dichterinnen willkommen hieß. Die Bergstraße öffnete sich zur großen Welt, Tradition und Fortschritt, Romantik und Reiselust trafen hier aufeinander.

Birgitta Assheuer und Michael Schütz lesen Texte von Elisabeth Gaskell (1810-1865), Louise von Plönnies (1803-1872), Louise Büchner (1821-1877) und Helene Christalle (1872 – 1953). Sie hören eine Aufzeichnung eines Kolloquiums auf dem Schloss Heiligenberg am 6. und 7. März 2020.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 14.07.2020, 22:00 Uhr

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