Miriam Emefa Dzah

„Wach bleiben“ ist ein Text über die Müdigkeit: Er erzählt vom Verzweifeln an rassistischen Verhältnissen und vom Verzweifeln am weißen Blick. Miriam Emefa Dzah gewinnt damit den Wortmeldungen-Förderpreis.

„Wach bleiben“ ist auch ein Text über Selbstermächtigung: Eine Schwarze Frau sitzt in der U-Bahn und beschreibt die Momentaufnahme ihrer Gedanken, das Nachdenken über Vergangenheit und Zukunft, Verdrängung und Schmerzen. Sie befreit sich von Zuschreibungen, setzt Referenzpunkte, die wir selbst ergründen sollen.

Miriam Emefa Dzah (*1998 in Paderborn) lebt in Cambridge und Berlin. An der University of Cambridge studiert sie Soziologie und Politikwissenschaft. Sie ist Stipendiatin des Programms „Medienvielfalt Anders“ der Heinrich-Böll-Stiftung.

Miriam Emefa Dzah ist neben Jasmin Merkel und Marie Lucienne Verse eine von drei Preisträgerinnen des Wortmeldungen-Förderpreises 2020. WORTMELDUNGEN – Der Literaturpreis für kritische Kurztexte wird von der Crespo Foundation ausgelobt und jährlich für herausragende literarische Kurztexte verliehen, die in der Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen den Nerv der Zeit treffen. 2020 wurde Kathrin Röggla ausgezeichnet. Sie gab das Thema für den mit 15.000 Euro dotierten Förderpreis vor: „Die Geschichte läuft wieder, nur eben rückwärts. Wie erobert Ihr Euch die Zukunft zurück?“

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 05.01.2021, 22:00 Uhr.

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