Dalibor Marković und Safiye Can

Wer auf der Bühne steht, braucht den Applaus. Im Oktober waren rund um die Frankfurter Buchmesse einige Auftritte möglich. Die Poeten Safiye Can und Dalibor Marković waren dabei. Trotz Plexiglas-Schutzwänden springt der Funke über bei Gedichten von „Rose und Nachtigall“ und Spoken-Word-Lyrik mit „Mikrofonshintergrund“.

Der Frankfurter Dalibor Marković (*1975) ist Dichter, Beatboxer und Spoken-Word-Lyriker. Er tritt international auf und gibt Workshops unter anderem an Schulen. Seine Kunst lebt vom Live-Auftritt. Am 18. Oktober konnte er bei einer Veranstaltung des Hessischen Literaturrats rund um Literatur aus Hessen wieder Publikum begegnen, neue und alte, auch unveröffentlichte Texte zu Gehör bringen und im Gespräch mit hr2-Moderatorin Anna Engel über aktuelle Projekte, über die lautmalerische Schönheit des Deutschen und seine „zweite Muttersprache“, das Beatboxing, sprechen. Zuletzt erschien von Dalibor Marković „Und sie schreiben auf Deutsch?“ – Buch und CD im Verlag Voland & Quist.

Die Offenbacherin Safiye Can (*1977) schreibt Lyrik und Prosa und arbeitet als literarische Übersetzerin aus dem Türkischen. Sie leitet Schreibwerkstätten und ist Gründerin des „Dichter-Club“. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis. Sie sprach sie mit hr2-Moderatorin Bianca Schwarz über die Zwischentöne der Liebe und las aus „Rose und Nachtigall“, ihrem viel beachteten Lyrikdebüt, das 2020 in einer neuen Ausgabe im Wallstein Verlag erschien. Die Gedichte umkreisen ein tausend Jahre altes Motiv der arabischen, persischen und türkischen Dichtung und besingen mit neuen und überraschenden Metaphern Liebe, Scheitern und Verlust.

Eine Aufzeichnung vom 18. Oktober 2020 im Frankfurter Haus am Dom. Eingeladen hatten der Hessische Literaturrat e.V. im Rahmen des Bookfest City in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland.

Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 15.12.2020, 22:00 Uhr.

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