"Die revolutionären Prozesse sind die Erfahrungen, die aus der Agonie zwischen Leben und Tod heraus, hin zu einem entschlossenen Kampf für das Leben geführt werden. – Am 30.11.1989 haben wir mit dem Kommando Wolfgang Heer den Chef der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, hingerichtet, mit einer selbstgebauten Hohlladungsmine haben wir seinen gepanzerten Mercedes gesprengt." – so lautet die Erklärung der RAF vom 2. Dezember 1989.

Alfred Herrhausen

In unserem Hörstück stellen wir Alfred Herrhausens letztes, sehr persönliches und ausführliches Fernsehinterview, das er nur wenige Tage vor seiner Ermordung mit Gero von Boehm führte, Ausschnitten aus Bekennerschreiben und Theoriepamphleten der Roten Armee Fraktion (RAF) gegenüber. Wir gehen der Frage nach, wie eine Gruppe sich sukzessive die Sprache eines Systems aneignete, gegen das sie eigentlich vorgab zu kämpfen – die Sprache des Faschismus.

Realisation & Regie: Leonhard Koppelmann

hr 2019

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Leonhard Koppelmann, Köln, Jahrgang 1970. Hörspiel- und Theaterregisseur. Schreibt und bearbeitet auch regelmäßig für beide Gattungen. Inzwischen gut 250 Inszenierungen, zuletzt u.a. Isherwood „Leb wohl, Berlin“, Frisch „Homo Faber“, Vonnegut „Schlachthof 5“, Dos Passos „Manhattan Transfer“. Zur Zeit ist er außerdem freier Hörspieldramaturg beim hr.

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Sendung: hr2-kultur, The Artist's Corner, 30.11.2019, 23:00 Uhr.

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