Raus in die Natur: Sibel Öztürk

Menschen aus der hessischen Kulturszene nehmen uns mit an ihre Lieblingsorte im Grünen, die im Sommer definitiv einen Ausflug wert sind.

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Raus in die Natur: Das Dorf Rainbach von Simon Höfele
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Der Trompeter Simon Höfele zeigt sein Heimatdorf: Raibach, 900 Einwohner, ein Stadtteil von Groß-Umstadt, umgeben von Wäldern und Hügeln. Er ist 25, also schon alt genug, um sein Heimatdorf langsam wieder ganz cool zu finden. Eigentlich lebt er in Karlsruhe, wo er auch Musik studiert hat: Mit 14 wurde er Jungstudent als Trompeter, mittlerweile gibt er selbst Meisterkurse.

Live auftreten kann Simon Höfele im Moment kaum, wegen der Corona-Pandemie. Deshalb ist er öfter zuhause bei seinen Eltern, in deren Backstein-Haus im Grünen. Die sind auch beide Musiker, sie spielen im Orchester am Staatstheater Darmstadt. Die Mutter ist Flötistin, der Vater Fagottist. Die Liebe zur Musik zeigt sich sogar in der Architektur des Hauses: Der Garten mit viel hohem Gebüsch ist so angelegt, dass er das Haus einmal komplett umrundet.

Simon Höfele kommt gerne zu seinen Eltern nach Raibach. Er mag den starken Kontrast zwischen dem lauten Stadtleben in Karlsruhe und der absoluten Ruhe am Rande des Odenwalds.

Die Marburger Intendantinnen Carola Unser und Eva Lange

Die Schlossparkbühne ist der Lieblingsort der Intendantinnen Carola Unser und Eva Lange in Marburg. Sattes Grün und ein Rosengarten mit Blüten in rosa, gelb, orange und dunkelrot auf dem Weg zum Freilichttheater. Die beiden Frauen leiten das Theater seit zwei Jahren zusammen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found mit Carola Unser und Eva Lange auf der Schlossparkbühne

Raus in die Natur: Schlossparkbühne
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Sie lieben diese Schlossparkbühne sehr, weil sie umgeben ist von großen Bäumen, weil Vögel über die Bühne flattern, weil man das Rauschen des Windes in den Blättern hört.

Eva Lange (li.) und Carola Unser, Hessisches Landestheater Marburg

Die Schlossparkbühne ist größer als viele normale Theaterbühnen. Auf der Bühne stehen drei weiße Torbögen, die an gotische Kirchenfenster erinnern. Hier gibt es jeden Sommer Theater unter freiem Himmel zu sehen. Doch bis 8. August verwandelt sich die Marburger Schlossparkbühne abends in ein Open-Air-Kino.

Besonders dieses Jahr ist die Freilichtbühne wichtig, denn wegen der Corona-Pandemie konnte das Hessische Landestheater zuletzt nur Vorstellungen draußen anbieten. Die Arbeit in der Natur ist eine echte Bereicherung für die Intendantinnen.

Die Schriftstellerin Silke Scheuermann

Die Offenbacher Schriftstellerin Silke Scheuermann kennt den Opel-Zoo sehr gut, weil sie dort oft mit ihrem Hund Tao war. Tao war ein "Chinese Foo" mit dichtem, flauschigen Fell. Die Züchterin hatte damals vorgeschlagen, mit dem Hund in den Zoo zu gehen, damit er sich an andere Tiere gewöhnt und umgänglicher wird.

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Silke Scheuermann
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Dort habe sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Beziehung zu einem Tier aufgebaut, erzählt sie. "Das war für mich was ganz Neues. Und ich hab angefangen, mich für die Beziehung Mensch-Tier zu interessieren, hab' dann auch drüber geschrieben", erzählt sie.

Über dieses Schreiben hat Silke Scheuermann eine Poetik-Vorlesung an der Frankfurter Goethe-Universität gehalten. Sie wollte Geschichten aus der Sicht von Tieren schreiben, ohne sie dabei zu vermenschlichen. Silke Scheuermanns Hund Tao lebt mittlerweile nicht mehr. Aber ihre Begeisterung für Tiere ist geblieben.

Afrika-Savanne im Opel-Zoo

Fridays-for-future-Aktivist Dominik Lawetzky

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found mit Dominik Lawetzky in Eltville

Dominik Lawetzky
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Dominik Lawetzky hat die Ortsgruppe von Fridays for future in Wiesbaden mitgegründet. Sein Lieblingsort ist der höchste Punkt in den Weinbergen von Eltville. Dort ist die Aussicht gigantisch. Man blickt über unzählige Weinberge auf ein altes Kloster. Der Himmel ist strahlend blau, die Blätter der Weinreben sehen grün und gesund aus. Dort weht ein heftiger Wind, der die Hitze im Sommer erträglich macht.

Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

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Raus in die Natur: Volker Jung
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Volker Jung macht ein kleines Metalltor auf, das ins Herzstück des Parks Rosenhöhe führt. Der Kieswege führt auf eine Anhöhe an Beeten mit blühenden Rosen vorbei, in Farben von dunkelrot bis pastell-gelb. In der Mitte steht der sogenannte Rosendom, eine Metallkuppel, die an die Glaskuppel auf dem Berliner Reichstagsgebäude erinnert. Nur dass sie hier komplett mit blühenden Rosenbüschen bewachsen ist.

Daneben ist eine kleine Teichanlage angelegt. Dort sieht man Seegras, Seerosen und sogar Goldfische. "Je später der Abend, umso lauter ist das Quaken der Frösche", erzählt Jung. Der Park auf der Rosenhöhe liegt ganz in der Nähe seines Wohnhauses, wo er mit seiner Familie lebt. Nach der Arbeit kommt Volker Jung gerne hier her.

Volker Jung war lange Pfarrer in Gemeinden, zum Beispiel in seiner Heimat, dem Vogelsberg. Er sagt, vom Leben auf dem Land kommt auch seine Liebe zur Natur. Und deshalb mag er auch die Rosenhöhe in Darmstadt so gerne.

Die Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk

An einem Ort in der Nähe von Offenbach sieht der Main fast aus wie das Meer: An der Mündung der Rodau in den Main gibt es einen Sandstrand. An dem Lieblingsort der Künstlerinnen Anny und Sibel Öztürk flattern Zitronenfalter und andere Schmetterlinge durch die Luft. Im Wasser paddeln Enten. Hier um die Ecke, in Mühlheim, wohnen und arbeiten Anny und Sibel Öztürk.

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Raus in die Natur: Sibel Öztürk
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Sie haben beide an der Städelschule in Frankfurt Kunst studiert. Bei Anny war das früh klar, sie hat schon als Kind viel gezeichnet und gemalt. Sibel hat ihre große Schwester oft im Atelier besucht und sich dann auch für die Kunst entschieden. Heute leben Sibel und Anny Öztürk mit ihren Eltern und ihren eigenen Familien zusammen in einem großen Haus in Mühlheim. Da entstehen oft auch die Ideen für ihre Kunst.

Sendung: hr2-kultur, ab 6.7.2020

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