Ein Mann sitzt bei Sonnenschein in einer Hängematte und liest ein Buch, davor spielt sein Kind auf einer Decke.

Bedingt durch die Corona-Krise verschwinden im Frühjahr 2020 unzählige Bücher, Autor*innen sowie Themen und Fragestellungen. Sie finden einfach nicht statt. Im Rahmen der Kampagne "#zweiterfruehling" machen wir gemeinsam mit den Literaturhäusern auf Bücher aufmerksam, die seit Februar erschienen sind. Hier sind die besten Debüts.

Leona Stahlmann: Der Defekt

Leona Stahlmann: Der Defekt

Mina, 16 Jahre alt, wächst im Schwarzwald auf; zusammen mit dem 18-jährigen Vetko entdeckt sie ihre Sexualität, die anders ist als die ihrer Altersgenossen, die mit Macht, Gewalt und Schmerz zu tun hat. Leona Stahlmann erzählt diese Selbstfindung einer Sadomasochistin bilderreich, poetisch und voller Spannung.

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Verlag Kein & Aber 2020
Preis: 22 Euro

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Helene Bockhorst: Die beste Depression der Welt

Helene Bockhorst, Die beste Depression der  Welt, Ullstein, 20 Euro

Vielleicht sollte man nicht gerade dann einen Ratgeber über Depressionen schreiben, wenn man selbst in einer depressiven Phase steckt. Die 31-jährige Vera versucht es trotzdem, lässt sich von Abgabefristen in Panik versetzen, flüchtet sich in Gelegenheitssex, studiert die japanische Kunst, Aquarien zu gestalten, und versucht, mit ihrer tragischen Familiengeschichte zurecht zu kommen – ein tieftrauriger und hochkomischer Roman über ein Leben voller Sollbruchstellen.

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Ullstein 2020
Preis: 20 Euro

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Jasmin Schreiber: Marianengraben

Jasmin Schreiber, Marianengraben, Eichborn, 20 Euro

Im Glück sind sich alle gleich; in der Trauer ist jeder für sich allein: Paula zum Beispiel, die ihren kleine Bruder verloren hat und nachts sein Grab besucht, oder der schrullige Helmut, der auf den Friedhof gekommen ist, um die Urne seiner gerade verstorbenen Frau auszugraben. Gemeinsam macht sich dieses ungleiche Paar auf einen wilden Trip raus aus der Trauer und rauf auf die Alpen. Eine Roadnovel mit viel Witz und Gefühl. Einen Ausschnitt aus "Marianengraben" liest Jasmin Schreiber in unserer Reihe "Lesen im Lockdown".

Wie sie trotz der Absage ihre Lesungen versucht, als Autorin präsent bleibt, erzählt Jasmin Schreiber im Interview mit hessenschau.de.

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Eichborn 2020
Preis: 20 Euro

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Christian Baron: Ein Mann seiner Klasse

Christian Baron, Ein Mann seiner Klasse, Claassen, 20 Euro

Christian, Jahrgang 1985, wächst in Kaiserslautern als Sohn eines dauerbetrunkenen und gewalttätigen Möbelpackers und einer depressiven Mutter auf. Christian Baron, mittlerweile Redakteur der Wochenzeitung "Freitag", erzählt hier seine eigene Geschichte. Es ist die Geschichte seiner Herkunft aus dem, was wahlweise Unterschicht, Prekariat oder schwierige Verhältnisse genannt wird. Es ist die Geschichte von einem, der den Aufstieg geschafft hat, den seine Herkunft aber nie losgelassen hat. Es ist ein sehr persönliches und gerade deshalb so eindringliches Plädoyer für soziale Gleichheit als Chancengleichheit in unserer Gesellschaft.

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Claassen 2020
Preis: 20 Euro

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Christian Schulteisz: Wense

Christian Schulteisz, Wense, Berenberg, 22 Euro

Ein schmaler Roman über einen großen Mann, den Universal- und Privatgelehrten Jürgen von der Wense, der die Wälder Ostwestfalens und Nordhessens kartographiert, die entlegensten Sprachen im Selbststudium lernt und Hitler ein wenig schmeichelhaftes Horoskop erstellt. Währenddessen tost um ihn herum der Zweite Weltkrieg, Wense arbeitet an Radiosonden für die Wettervorhersage der Reichswehr und beaufsichtigt Zwangsarbeiter. Der 1985 in Gelnhausen geborene Schulteisz zeichnet ein präzises, manchmal auch witziges, immer aber spannungsreiches Portrait eines Freigeistes in unfreien Zeiten.

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Berenberg 2020
Preis: 22 Euro

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