Ottomane aus dem Arbeitszimmer von Friedrich Stoltze

Direkt am Krönungsweg am Eingang zur neuen Frankfurter Altstadt ist das neu gestaltete Museum untergekommen. In zwei Häusern nebeneinander, im "Weißen Bock" und im Hinterhaus der "Goldenen Waage". Gleich um die Ecke wurde der Dichter und Demokrat Friedrich Stoltze 1816 geboren.

In der Dauerausstellung erinnert ein historischer Film aus dem Jahr 1939 an das alte Frankfurt vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – so wie Stoltze es noch gekannt hat. Er war nicht nur Mundartdichter und Satiriker sondern als Schriftsteller und Journalist vor allem ein sehr politischer Mensch.

Einer der wichtigsten Frankfurter überhaupt

Der Besucher erfährt viel über Stoltzes Leben und Wirken – sein Engagement in der Revolution von 1848 oder auch wie er selbst Opfer von Zensur wurde, seine Arbeiten in vielen Teilen des Deutschen Reichs verboten wurden. An einer Hörstation können Museumsbesucher Texte hören, die Friedrich Stoltze über zwölf prominente Persönlichkeiten seiner Zeit geschrieben hat, darunter Georg Herwegh, Leopold Sonnemann oder Heinrich Hoffmann.

In seiner bekannten Satire-Zeitschrift "Frankfurter Latern" kann man digital blättern. Passend dazu erstrahlt das Museum bei Dunkelheit von außen wie eine "Laterne". Und natürlich kann man auch Stoltzes berühmtestes Gedicht über Frankfurt hören:

Es is kaa Stadt uff der weite Welt,
die so merr wie mei Frankfort gefällt,
un es will merr net in mein Kopp enei:
wie kann nor e Mensch net von Frankfort sei!

Sendungen: hr2-kultur, Kulturcafé, 9.5.2019, 17:45 Uhr

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit