Kloster Seligenstadt
Kloster Seligenstadt Bild © Stefamie Blumenbecker, hr2-kultur

Die ehemalige Benediktinerabtei in Seligenstadt gehört zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen in ganz Hessen. Ihre Geschichte geht weit ins Mittelalter auf Einhard, den Biografen von Karl dem Großen zurück. Bereits von Anbeginn war ein großer Garten Teil des Klosters, ganz nach den Regeln des heiligen Benedikt aus dem 6. Jahrhundert. Die Mönche sollten in der Lage sein, sich selbst zu versorgen, mit Obst, Gemüse und mit Heilpflanzen. Der Klostergarten in Seligenstadt ist, alten Stichen und Aufzeichnungen entsprechend, rekonstruiert worden. Stefanie Blumenbecker hat ihn besucht.

Es ist ein echtes Kleinod, die ehemalige Benediktinerabtei in Seligenstadt: Eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen in ganz Hessen. Eine der größten romanischen Basiliken in ganz Nordeuropa. Und ein wunderbarer Garten. Ein Garten, der geradewegs paradisisch ist. Ein echter „Hortus conclusus“, ein umschlossener Ort, von einer hohen Mauer umgeben, die genutzt wird, um Spalierobst, wärmeliebende Kräuter und Blumen zu kultivieren.

Ein echtes El-Dorado für Gartenfreunde

Kostergarten Seligenstadt
Kostergarten Seligenstadt Bild © Stefanie Blumenbecker. hr2-kultur

Ein echtes El-Dorado für Gartenfreunde: Hier finden sich Sammlungen von Citrusfrüchten, Feigenbäumen und Ananas. Dahlien in allen Farben und Größen, duftende Blumen und Kräuter. Ein Apothekergarten nach mittelalterlichem Vorbild und große Gemüsebeete.

Audiobeitrag
Klostergarten Seligenstadt - Impressionen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Eine der größten romanischen Basiliken und ein paradiesischer Garten!

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In der Mitte plätschert ein Springbrunnen, eine kleine Pforte in der Mauer führt direkt hinunter zum Fluss. Die geschützte und verkehrsgünstige Lage am Main war wohl wesentlich für die Wahl des Ortes, als Einhard (Biograf von Karl dem Großem) das Kloster im 9. Jahrhundert gegründet hat.

Klosterapotheke, Seligenstadt
Klosterapotheke, Seligenstadt Bild © Stefamie Blumenbecker, hr2-kultur

Von Anfang an war der Garten Teil der Anlage, die über große Ländereien verfügte. Die Mönche, die nach den Regeln des heiligen Benedikts lebten (bete und arbeite) waren vollkommen autark. Sie backten ihr eigenes Brot (das man heute immer donnerstags in der klostereigenen Backstube erwerben kann), brauten ihr eigenes Bier (heute leider nicht mehr verfügbar), kelterten ihren eigenen Wein (der im Klosterladen erhältlich ist) und hatten eigene Fischteiche, Wälder, Geflügel, Tauben und Heilpflanzen.

Das Kloster ist heute als Gesamtanlage zugänglich, es gibt Führungen durch die Gebäude und Gärten und ein umfangreiches Programm zu Kinder. Und es gibt ein Café mit einer der schönsten Terrassen in ganz Hessen!

Sendung: hr2-kultur, hr2-Kulturcafé, 30.07.2018, 17:30 Uhr

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