Georgien

Mako & Saba. Aus der Serie »Tbilisi Portraits«, 2007Mako & Saba. Aus der Serie »Tbilisi Portraits«, 2007

Seit 1991 ist Georgien unabhängig. Davor war das Land fast immer unter Fremdherrschaft – zuletzt als Teil der Sowjetunion. In den 2000er Jahren kam Staatspräsident Michail Sakaschwili an die Macht. Er steht für die Abschaffung der Korruption. Aber auch für Machtmissbrauch. Mit der neuen Regierung tut sich jetzt was im Land. Seit etwa fünf Jahren entwickeln sich vor allem der Tourismus - und das Nachtleben. In den progressiven Techno-Clubs suchen die jungen Georgier nach neuen Lebensentwürfen. Die Nachtclub-Razzien im Mai - vordergründig wegen Drogenvergehen - hatten auch politische Bedeutung: In welcher Richtung sieht das noch überwiegend konservative Land seine Zukunft?

Georgisches und Georgier in hr2-kultur

Kloster St. Nino in Sighnaghi, Georgien
Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Georgische Geschichte/n: Als Nino das Trinken befahl

Die Geschichte Georgiens ist eng mit der Christianisierung und dem Weinanbau verknüpft. Bis heute wird die Sage von der Heiligen Nino erzählt, die ein Kreuz aufstellte und den Gerorgiern das Weintrinken nicht nur erlaubte, sondern befahl. Bis heute stoßen die Kauskasier gerne an - und pflegen eine Art Matriachat, dessen Urmutter Nino aus dem 4. Jahrhundert ist.

Sendung

zur Sendung Kulturcafé Das Magazin u.a. mit Alice Schwarzer (ca.16:10 Uhr) und mit Filmmusikdirigent Frank Strobel über "Blancanieves" (ca.17:10 Uhr).

Frank Strobels Beziehung zu Film und Musik reicht bis in seine Kindheit zurück. Schon als kleiner Junge lernte er im Kino seiner Eltern wie stark die Musik zur intensiven  Wahrnehmung der Bilder und Szenen beiträgt. Seine frühe Begeisterung für dieses Zusammenspiel hat den Musiker und Dirigenten  zu einem weltweit bekannten Filmmusikdirigenten gemacht.

Sendung

zur Sendung Der Tag Gefühlte Gewalt – Sicherheit im Öffentlichen Raum

Nicht alle stecken Gewalt so ungerührt weg wie der gerade gewählte junge Oberbürgermeister in Freiburg: "alles pillepalle" sagte Martin Horn über seine gebrochene Nase und die Platzwunde im Gesicht. Die hat der 33jährige der Attacke eines wahrscheinlich psychisch kranken Mannes zu verdanken; sie geschah auf der Siegesfeier des Gewählten, als keiner damit rechnete und der Schock um so größer war.

Sendung

zur Sendung Kulturcafé Das Magazin u.a. mit dem Komponisten Heiner Goebbels über 20 Jahre "Eislermaterial" (ca.17:10 Uhr).

Zum 100. Geburtstag von Hanns Eisler schuf Heiner Goebbels 1998 mit "Eislermaterial“ eine Hommage und zugleich eine Reflexion des Umgangs mit Eislers Musik. Über 60 Mal hat das Ensemble Modern das Werk seither auf der ganzen Welt aufgeführt, neben  Hamburg, Berlin und  München in Paris, Brüssel, Edinbugh, Amsterdam, Wien, New York, Rimini, Lissabon.

Sendung

zur Sendung Metamorphosen und Makrokosmen - Klaviermusik von George Crumb Am Mikrofon: Stefan Fricke

Der US-amerikanische Komponist George Crumb (*1929) spricht eine im mehrfachen Wortsinn fantastische Klangsprache. Seine in den 1970er Jahren geschaffene vierteilige Werkreihe „Makrokosmos“ lässt das Klavier, das elektrisch verstärkt ist, in einer Art und Weise über vielfältige Assoziationen des astronomisch-astrologischen Tierkreis singen – und führt Béla Bartóks berühmtes Klavierlehrwerk "Mikrokosmos" (1926-39) metaphorisch wie pianistisch in intergalaktische Dimensionen.

Sendung

zur Sendung Der Tag Eigentlich ein Wunder - 70 Jahre Israel

Zum 70. Mal feiert Israel in diesem Jahr seine Unabhängigkeit, seine Existenz als jüdischer Staat im Nahen Osten. Es ist ein Staat, im Krieg geboren. Denn als am 14.Mai 1948 im Kunstmuseum von Tel Aviv die Unabhängigkeit ausgerufen wurde und die Menschen auf den Straßen tanzten, fielen schon wenige Stunden später Soldaten aus fünf arabischen Ländern über Israel her.

Literatur aus Georgien

Stadtbild Tiflis
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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Reizvolles Tiflis: "Diese Stadt ist groß und gleichzeitig klein!"

Georgien ist das Gastland der diesjährigen Buchmesse, ein Land, das nicht unbedingt jedem geläufig ist, das durch den Eisernen Vorhang lange Jahrzehnte vom Westen ferngehalten wurde, in der Wahrnehmung kaum eine Rolle spielte. Schade eigentlich, findet Ruthard Stäblein, der kürzlich die Hauptstadt Tiflis besucht hat, immer auf den Spuren der Literatur.

Podcast

Zum Artikel Nino Haratischwili: Meine Herkunft, meine Entwicklung zur Schriftstellerin

Sie ist in diesem Jahr der Fixstern des Gastlands Georgien auf der Frankfurter Buchmesse. Sie übersetzt aus dem Georgischen ins Deutsche, sie bringt jüngere Autoren aus beiden Ländern zusammen, und sie wird auch die Eröffnungsrede auf der Frankfurter Buchmesse halten. Aber vor allem ist die Georgierin Nino Haratischwili zu einer der wichtigsten deutschen Romanautorinnen und Dramatikerinnen geworden.

Auftritt auf der Buchmesse

Georgien als Touristenziel

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