Weltkugel
"Wir gehen mit der Welt um, als ob wir noch eine zweite im Kofferraum hätten!", sagte Jane Fonda bereits vor Jahrzehnten. Bild © Imago Images

Spätestens seit dem Sommertheater um Horst Seehofer und seinen sogenannten Asyl-Masterplan dürfte sich der ein oder andere gefragt haben, ob wir nicht eigentlich auch noch andere Probleme haben, außer Migration, Asyl und  nationale Grenzsicherung. hr2-kultur fragt nach bei Wissenschaftlern, Schriftstellern, Publizisten und bei Ihnen, was die wirklich drängenden Probleme sind. Die Gespräche hören Sie immer um 8.45 Uhr im hr2-Kulturfrühstück.

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Die Meinung der hr2-User

Wir haben gefragt: Welche Themen gehören Ihres Erachtens dringend auf die Tagesordnung von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft? Die Kommenatre unserer User finden Sie hier.

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Montag: Harald Lesch, Astrophysiker, Philosoph und Fernsehmoderator

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95 Thesen - Harald Lesch

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "An die Kinder denken!" - Harald Lesch im Gespräch mit Alf Mentzer

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"Wir handeln und denken zu kurzfristig, um langfristig erfolgreich zu sein. Klimawandel und Energiewende lassen sich nicht mehr verschieben. Wir müssen viel stärker über die industrielle Transformation der Republik diskutieren und den Wandel jetzt und hier vor Ort einleiten."

Dienstag: Claus Leggewie, Politologe

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Kulturwissenschaftler Claus Leggewie

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Heimatschutz ist gar nicht schlimm - wenn es richtig verstanden wird" - Anna Engel im Gespräch mit Claus Leggewie

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"Wir brauchen einen inklusiven und gehaltvollen Heimatbegriff, der die Lebenswelt als Ganzes betrachtet. Die Heimat zu bewahren, heißt nicht, das Fremde um jeden Preis abzuwehren, sondern vor allem,  die Lebensgrundlagen und Artenvielfalt zu schützen."

Mittwoch: Stephan Wackwitz, Schriftsteller und ehemaliger Leiter verschiedener Goethe-Institute

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Stephan Wackwitz

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stephan Wackwitz im Gespräch mit Imke Turner

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"Das Problem ist die deutsche Neigung, alles, was nach Problem aussieht oder eines ist, mit Perspektive auf die letzten Dinge, auf die Apokalypse oder die chiliastische Endzeit, positiv oder negativ, zu sehen. Wenn der Sommer schön ist, sehen sie ihn als das Vorzeichen des Weltuntergangs. Wenn Migration stattfindet, ist sie - chiliastisch-grün - ein Geschenk, das das Land retten wird oder - apokalyptisch-rechts - dessen Untergang." 

Donnerstag: Juli Zeh, Schriftstellerin

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95 Thesen - Juli Zeh

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Juli Zeh im Gespräch mit Imke Turner

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"Digitalisierung ist eine Entwicklung, die unsere Zukunft weltweil beeinflussen wird und die die totalitäre Gefahr in sich birgt, Menschen zu statistischen Größen oder Objekten im "Kalkül Großinstitution" zu degradieren."

Freitag: Maren Harnack, Professorin für Städtebau an der FH Frankfurt

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Maren Harnack

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Irgendwann funktioniert eine Stadt nicht mehr..." - Maren Harnack im Gespräch mit Martin Schwarz

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"Die Wohnungsfrage ist die neue soziale Frage: Wie werden wir wohnen? Wer will, wer kann wie wohnen? Und vor allem wo? Wie bringen wir individuelle Ansprüche, soziale Erfordernisse und stadtplanerische Ideen in Einklang?"

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24 Kommentare

  • Neben all den großen Problemen finde ich, dass dieses Land viele ganz konkrete Probleme hat - eines davon, das vielen Menschen jeden Tag das Leben ein bisschen schwerer macht als es sein müsste, ist der Zustand der Deutschen Bahn. Warum können so viele andere Länder einen gut funktionierenden, zuverlässigen Bahnbetrieb organisieren, nur hier geht es nicht? Wir wollen den Verkehr umweltfreundlicher gestalten - so lange die Bahn so unzuverlässig ist, ist es kein Wunder, dass nach wie vor die Mehrheit der Leute das Auto bevorzugt.

  • Zum Thema Wohnungsbau: In Frankfurt stehen immer noch Büroflächen leer, die zu Wohnraum umgewandelt werden könnten, was zum Teil schon geschieht. Und es entstehen derzeit zahlreiche Wohnkomplexe in der Innenstadt. Meines Erachtens ist der Wohnungsbau weniger eine Platzfrage als eine Preisfrage. Normalverdiener können sich die in Frankfurt neu entstehenden Miet- und Eigentumswohnungen einfach nicht leisten und sind daher darauf angewiesen, ins Umland zu ziehen. Die Baupolitik der Stadt Frankfurt geht, finde ich, in die falsche Richtung. Statt auf der grünen Wiese neu zu bauen, sollte der in der Stadt vorhandene Wohnraum auch für geringer Verdienende bezahlbar werden. Die Stadt müsste Bauinvestoren und Immobilienspekulanten stärker reglementieren.

  • Thema: Zuzug nach Frankfurt beschränken
    Frau Prof.Harnack berichtet von Vorteilen und Wohlstand einer Stadt durch Zuzug von Fremden. Das ist sicher richtig, doch im Falle von Frankfurt haben wir einen extrem hohen Anteil an Fluktuation, so dass permanent Anreize, Kompetenzen und Veränderung in die Stadt kommen. Daher wäre es m.E. kein Problem die maximale Einwohnerzahl zu begrenzen und nicht an Orten, die zum Wohnen eigentlich ungeeignet sind (z.B. an der Autobahn) neue Wohnungen zu bauen. Weiterer Vorteil: Die Mieten könnten somit auch stabil gehalten werden, da Nachfrage stagniert.

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