Paula Judith Buber als Georg Munk

1938 flohen Paula und Martin Buber aus Heppenheim nach Palästina. Ihr Wohnaus in wurde kurz darauf in der Pogromnacht verwüstet. Ihr geistiges Erbe wird in Heppenheim bis heute gepflegt. Heute hat hier der Internationale Rat für Christen und Juden ihren Sitz.

Mehr als 20 Jahre lebten die Schriftstellerin mit ihrem jüdischen Mann, dem berühmten Religionswissenschaftler Martin Buber an der Bergstrasse. Martin Buber konnte von hier aus nach Frankfurt pendeln, wo er eine Stelle an der Universität innehatte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Paula Buber "Muckensturm"

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In Heppenheim lebten und schrieben die beiden Bubers als ebenbürtige Partner. Hier entstand Martin Bubers Werk "Ich und Du", mit dem er weltberühmt wurde. Paula Buber hatte bereits einige Novellen und Romane veröffentlicht. Sie ist eine moderne und emanzipierte Frau, hatte in der Schweiz studiert und dort 1899 Martin Buber kennengelernt. Das Paar lebt zunächst in wilder Ehe in Zürich, mit ihren zwei Kindern siedelt es dann nach Berlin. Die katholische Paula konvertiert zum Judentum und heiratet Martin Buber. 1916 zieht die Familie nach Heppenheim. Auch ihre beiden Enkelinnen wachsen bei ihnen in Heppenheim auf – über 20 Jahre lebt die Familie Buber in dem Haus in der Werlestraße 2.

Der Roman "Muckensturm. Ein Jahr im Leben einer kleinen Stadt"

Buchausgaben von "Muckensturm"

Paula Bubers Roman "Muckensturm" entstand in Palästina, im Exil. Veröffentlicht wurde er erst 1953, unter ihrem Pseudonym "Georg Munk". Sie erzählt darin die Geschichte eines jüdischen Arztes in einer deutschen Kleinstadt zu Beginn des Nationalsozialismus. Vor Augen hatte sie Heppenheim, die Kleinstadt, aus der sie fliehen musste und die gute Nachbarschaft zwischen jüdischen und christlichen Familien. Nach 1933 wird es auch hier ungemütlich, antisemitische Parolen werden laut, Nachbarn wenden sich ab, jüdische Familien werden ausgegrenzt, bespitzelt und drangsaliert. In der Pogromnacht 1938 wird auch das Haus der Bubers verwüstet, 1940 wird es zwangsversteigert.

Heute ist im "Martin-Buber-Haus" der Sitz des Internationalen Rats der Christen und Juden angesiedelt Das Haus ist ein wissenschaftliches Tagungshaus und ein Zentrum der Begegnung.

Porträt

Birgit Meurer betreut und vermittelt das Erbe von Paula und Martin Buber im Martin- Buber-Haus.

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