Holzschnitt Porträt

463 Jahre ist es her, dass Philipp Nicolai in Mengeringhausen geboren wurde – heute ein Stadtteil von Bad Arolsen. Mit den beiden Chorälen "Wie schön leuchtet der Morgenstern" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme" hat er regelrechte geistliche Ohrwürmer verfasst.

Die beiden Choräle gehören zu den bedeutendsten Schöpfungen des protestantischen Kirchenliedes. Längst werden sie auch in allen anderen christlichen Kirchen gesungen. Am 10. August 1556 kam Philipp Nicolai in Mengeringhausen zur Welt, am 26. Oktober 1806 starb er in Hamburg, wo er die letzten Lebensjahre als Hauptpastor der Kirche Sankt Katharinen wirkte.

Ein kleines Museum in Philipp Nicolais Elternhaus

Das Museum sorgt bis heute dafür, dass die Erinnerung an den Theologen und Kirchenlieddichter in Mengeringhausen lebendig bleibt. Hier hat Philipp Nicolai seine Kindheit verbracht – als eines von acht Kindern des evangelischen Pastors. Als die Pest im Ort ausbrach, schickten ihn die Eltern zum Schulbesuch fort. Philipp Nicolai studierte in Erfurt und Wittenberg, Reformation und Gegenreformation brachten den jungen Pfarrer nach Herdecke, zum Waldecker Grafen nach Altwildungen und nach Unna, wo die berühmten Choräle entstanden. Das Nicolaihaus im Herzen der Mengeringhäuser Altstadt ist heute Gemeindehaus und Erinnerungsstätte: Briefe, Bilder und die Familienbibel, ein Druck aus dem Jahr 1447, werden hier unter anderem gezeigt.

Thomas Korte hat das Nicolaihaus besucht, mit Stadtarchivar Christian Meuser und Küsterin Susanne Raczek gesprochen. Sie erzählt, wie Philipp Nicolai mit seinen Liedern eine Brücke zwischen evangelischen und katholischen Christen geschlagen hat.

Nicolaihaus
Nicolaistr. 3
34454 Bad Arolsen-Mengeringhausen

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 29.07.2019, 16:15 Uhr

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