Die Amerikanerin mit irischen Wurzeln bringt Folk, Pop und modernen Bluegrass zusammen - und kennt dabei keine Scheuklappen. Ihr neues Album "All My Friends" ist dem Kampf um Frauenrechte gewidmet. Ein Thema, das Aoife im Jahr der US-Wahl am Herzen liegt. Warme und wohlige Arrangements, zarte Mandolinen, heitere Banjos, Mädchenchor und Streichquartett - die neuen Songs der 41jährigen Aoife O’Donovan kommen sanft und samtig daher. Sie erzählen aber eine große, dringliche Geschichte: Was bedeutet es, heute Frau zu sein - in einer Welt, in der hart erkämpfte Frauenrechte erodieren? "All My Friends" erzählt von Vorreiterinnen, von stillen (und gar nicht so stillen) Heldinnen und ihrer aktuellen Relevanz. Im Zentrum steht Carrie Chapman Catt, die in den USA 1920 das Frauenwahlrecht durchsetzte. Ihr Leben und ihre Texte haben Aoife inspiriert. Für die Umsetzung hat sie ein kleines Who’s Who der alternativen US-Folkszene zusammengetrommelt. Damit will sie Frauen aufrufen, wieder ihre Stimmen zu erheben - wie die Suffragetten vor rund 100 Jahren. "Einmal im Leben haben wir die Macht", singt Aoife, "aber stattdessen glotzen wir auf unsere Handys…" Weitere musikalische Highlights an der Hörbar kommen diesmal von Blick Bassy, Pippo Pollina, Nils Landgren, Iske und anderen mehr.

Autor: Melanie Aschenbrenner

Quelle: © Hessischer Rundfunk

Bild © Sasha Israel