Eine Mundharmonika ist zwar klein und günstig, aber sie kann fast alles: jauchzen, weinen, seufzen, lachen. Nimmt man sie jetzt noch "mal Vier" und elektrifiziert sie, hat man das finnische Mundharmonika-Ensemble Sväng. Jetzt mit neuem Album "Svängo Nuevo". Vor 21 Jahren haben die Herren an der Sibelius-Akademie in Helsinki zusammengefunden - denn einer von ihnen, Eero Turkka, brauchte damals schnell ein Projekt für eine Prüfung in Improvisation und Komposition. Mit drei Mitstudenten setzt er ein reines Mundharmonika-Quartett auf. Gerade ist das mittlerweile 10. Sväng-Album erschienen, "Svängo Nuevo". Unter diesem Motto startet das Mundharmonikaquartett nun in seine dritte Dekade als Band. Und wer die vier Herren noch nie gehört hat, wundert sich regelmäßig: Was ist das für ein Sound? Wirklich nur Mundharmonikas? Diese klangliche Bandbreite, vorgeführt an Swing, Jazz, Klassik, Tango, Blues und Folk?! Doch, doch - alles mit dem Mund gemacht. Natürlich setzen Sväng hier und da Effekte ein und verzerren ihren Sound, als wären die Mundharmonikas E-Gitarren. Aber das macht sie nur noch virtuoser! Außerdem an der Hörbar: Etta Scollo aus Sizilien mit einem Tribut an den Schriftsteller Vincenzo Consolo, Ray LaMontagne aus den USA mit sensiblem Blues, die Bassistin und Sängerin Manou Gallo von der Elfenbeinküste, ein ganz neuer Song von Iron & Wine - und mehr!

Autor: Melanie Aschenbrenner

Quelle: © Hessischer Rundfunk

Bild © Kimmo Syväri