Mit dem Krimi-Helden Kemal Kayankaya erschuf der Schriftsteller Jakob Arjouni die hessische Antwort auf Philip Marlowe. Er war 21 Jahre alt, als sein Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in "Happy birthday, Türke!" zum ersten Mal ermittelte. Am 17. Januar vor zehn Jahren starb Jakob Arjouni, der 1964 als Jacob Benjamin Bothe in Frankfurt geboren wurde. Wir erinnern an den Autor mit der Wiederholung eines Doppelkopf-Gespräches aus dem Jahr 2009.

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"Ich bin kein türkischer Privatdetektiv." | Erinnerung an den Krimiautor Jakob Arjouni

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Jakob Arjouni veröffentlichte Romane, Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Sein erster Kayankaya-Roman "Happy Birthday, Türke!" wurde 1991 unter der Regie von Doris Dörrie verfilmt, und für "Ein Mann, ein Mord" erhielt Jakob Arjouni 1992 den Deutschen Krimi-Preis. Seine Veröffentlichung "Idioten. Fünf Märchen" stand monatelang auf den Bestsellerlisten.

Der Protagonist seiner Krimis, der Detektiv Kemal Kayankaya, lebt in Arjounis Heimatstadt Frankfurt am Main. Kayankaya, als Adoptivkind in einer deutschen Familie aufgewachsen, wird seines türkischen Aussehens oft mit Rassismus konfrontiert.  Im hr2-Doppelkopf-Gespräch mit Gastgeber Jochanan Shelliem erzählt Jakob Arjouni von Kayankaya, seinem türkischen Privatdetektiv, der zwischen Frankfurt, Offenbach und anderswo ermittelte, vom "Heiligen Eddy", seinem damals aktuellen Gauner-Roman, und all den anderen Antihelden, die sein Werk verbindet. Und davon, wie er schreibt und warum der Erzähler zu guter Letzt doch als Gewohnheitstier in allen Städten doch dasselbe tut.

Gastgeber: Jochanan Shelliem

Musikinhalt der Sendung:
The Clash: Spanish Bombs
Willy DeVille: Hey Joe
Rodrigo y Gabriela: Stairway To Heaven

Weitere Informationen

Lesetipp:

Jakob Arjouni: Der heilige Eddy. Diogenes Verlag Zürich 2009

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Wiederholung eines Gesprächs von 2009.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 17.01.2023, 12:05 Uhr.