Der Frankfurter Rabbiner Jehoschua Ahrens ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten im jüdisch-christlichen Dialog. Nach Jahrhunderten der christlichen Judenfeindschaft sieht er die Zeit gekommen, dass Juden und Christen sich als Partner verstehen und auf der Basis ihrer gemeinsamen Werte für die Gesellschaft einsetzen.

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"Aus der jüdischen Perspektive kann es nicht nur eine Religion geben." | Jehoschua Ahrens, Rabbiner

Jehoshua Ahrens
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In seinem "ersten" Leben war Ahrens Marketing-Manager unter anderem für den Ölkonzern Exxon Mobil. Doch dann – mit Ende 20 - verzichtete er auf die Karriere und ließ sich zum Rabbiner ausbilden. Hauptberuflich amtiert Ahrens als Gemeinderabbiner in Bern. Seine Studien zwischen Israel, Cambridge, Luzern und Salzburg haben ihn zu einem gefragten Judaisten mit internationalem Horizont gemacht.

Er ist im Gespräch mit dem Vatikan, engagiert sich in zahlreichen Dialoginitiativen wie im "Haus der Religionen" in Bern. Zugleich arbeitet er gerade an einer Habilitation über die Frage, was Juden theologisch vom Christentum "zu halten haben". Selbst ist er davon überzeugt, dass das Christentum ein "Geschenk an die Völker" ist. Eine entsprechende Formulierung findet sich in einem von Rabbiner Ahrens maßgeblich mit angestoßenem Grundsatzpapier orthodoxer Rabbiner über das Verhältnis zum Christentum.

Rabbiner Ahrens sprich im Doppelkopf mit Klaus Hofmeister auch über die Zeitenwende des 7. Oktober und was dieses Datum für Juden in aller Welt bedeutet.

Gastgeber: Klaus Hofmeister

Musikinhalt dieser Sendung:
Leonard Cohen: Hallelujah
Yehuda Poliker: Efer Ve‘avak
Duo Adafina: Jerusalam Of Gold
Arik Einstein: Ani V'eAta (Me And You)

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 11.01.2024, 12:04 Uhr.