"Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, Sonntags am Tage wird gezeichnet und Abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht... " Soweit die Selbsteinschätzung von E.T.A. Hoffmann, Schriftsteller, Richter, Musikkritiker, Karikaturist, Komponist. Zum 200ten Todestag widmet sich eine große Ausstellung im Frankfurter Romantik Museum diesem überaus spannenden und außergewöhnlichen Zeitgenossen.

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"E.T.A. Hoffmann hat viel vorausgeahnt." | Ausstellungsmacher Wolfgang Bunzel über das Multitalent der Romantik

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Heute würde E.T.A. Hoffmann als Multitalent bezeichnet. Er hat sich mit Psychologie beschäftigt, als es die noch nicht gab. Mit Automaten, Robotik und künstlicher Intelligenz, als man dafür noch keine Begriffe hatte, mit Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, mit der Beziehung zwischen Mensch und Tier, als man noch keine Haustiere hielte, mit den Wissenschaften und dem Menschsein schlechthin.

"Unheimlich Fantastisch" heißt die umfassende Ausstellung im Frankfurter Romantik Museum zu E.T.A: Hoffmann. Maßgeblich verantwortlich ist Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, ein "Hoffmann’s Erzähler" par Excellence. Warum Hoffmann so unglaublich fantastisch war und immer noch ist und warum es süchtig macht, in die Romantik einzutauchen, darüber erzählt Wolfgang Bunzel im Doppelkopf und gerät immer wieder ins Schwärmen.

Gastgeberin: Daniella Baumeister

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 22.11.2022, 12:05 Uhr.