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Wilhelm Genazino: Ein Regenschirm für diesen Tag (1/9)

Der Schriftsteller Wilhelm Genazino war einer der großen Beobachter der Bundesrepublik. Dabei galt seine Aufmerksamkeit eher den kleinen Leuten, Angestellten oder prekär Beschäftigten. So auch dem namenlosen Probeläufer für englische Luxusschuhe in "Ein Regenschirm für diesen Tag". Der Autor hat den Roman 2002 für den Hessischen Rundfunk selbst gelesen – ein grandioses Hörvergnügen.

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Online: 16.1.-16.3. in der ARD Audiothek
Podcast: Doppelkopf im Gespräch mit dem Schriftsteller Wilhelm Genazino

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Der Held dieses Buchs hat in der Tat einen etwas ausgefallenen Job: er ist Tester für sehr teure, handgemachte Schuhe. Mit diesen oft rahmengenähten Tretern aus Kalb-, Rind- und Pferdeleder schlendert er durch die Stadt und macht seine Beobachtungen über Passanten, Grünanlagen, das Schaufenster eines Zoogeschäfts. Er ist ein Flaneur der alten Schule, ohne familiäre Bindungen und wirkliche Freundschaften, dafür aber mit etlichen Verflossenen, denen er auf seinen Wegen durch die Stadt begegnet. Wilhelm Genazino gelang mit "Ein Regenschirm für diesen Tag" ein Bestsellererfolg, mit dem er seiner Wahlheimat ein Denkmal setzte: Der 1943 in Mannheim geborene Autor begann seine Karriere als Schriftsteller bei der Satirezeitschrift Pardon in Frankfurt, wo er bis zu seinem Tod im Dezember 2018 lebte. Sein umfangreiches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis. Wir senden den Frankfurt-Klassiker zum 80. Geburtstag des Autors am 22. Januar 2023.

Produktion: hr 2002

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Buch
Wilhelm Genazino, Ein Regenschirm für diesen Tag,
176 Seiten Carl Hanser Verlag, München 2001

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