"Kein Schlussstrich!" Das war die Forderung vieler Stimmen aus der Nebenklage nach dem Urteil des NSU-Prozesses. Denn was wurde aufgeklärt? Wie viel politisch versprochen? Was genau passiert mit einem Prozess, um dessen Grenzen gestritten wird? Wer beobachtet die dritte Gewalt bei ihrer Arbeit, wenn es um rassistischen Terror und den Angriff auf unsere Demokratie geht?

Kathrin Röggla, die preisgekrönte österreichische Autorin und Wahl-Berlinerin, erzählt in ihrem Roman "Laufendes Verfahren" (S. Fischer) nicht in der Vergangenheitsform von einem abgeschlossenen Fall. Sie nimmt die Perspektive eines "Wir" ein, das oben auf den Zuschauerrängen sitzt. Ein Buch über die aktive Teilhabe all der Menschen, die das Gericht zu einem lebendigen Ort der Demokratie machen. Die Autorin war Gast im Literaturhaus Frankfurt.

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Das Gespräch moderiert der Journalist Martín Steinhagen.

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Sendung: hr2-kultur, Spätlese, 17.10.2023, 22:00 Uhr.