Im Alter von 21 Jahren wurde sie Journalistin. Sie war Korrespondentin in Paris, sprach mit Simone de Beauvoir und sie stritt mit Esther Vilar. Zurück in Deutschland geht sie gegen das Abtreibungsverbot im §218 und den auch hierzulande verschwiegenen Umgang mit Schwangerschaftsabbrüchen vor und wird zu einer starken Stimme der "Frauenbewegung".  Alice Schwarzer initiierte eine große Kampagne von 374 Frauen, die bekannten, abgetrieben zu haben, und schrieb damit Geschichte.

Immer wieder steht sie in der Kritik, auch die Frauenbewegung diskutierte ihre Person sehr kontrovers. Schwarzer aber macht unbeirrt weiter, feiert Erfolge als feministische Bestseller-Autorin und gründet schließlich die Zeitschrift "Emma". Die gibt es heute noch.

Am 3. Dezember feiert sie ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren mit einem Archivschatz und senden ein Gespräch mit ihr, das 1975 im Hessischen Rundfunk aufgenommen wurde. Danach folgt eine kontroverse Diskussion "Brauchen wir neue Gesetze gegen die Pornographie?" aus dem Jahr 1983, die Alice Schwarzer moderiert hat. Gast war die amerikanische Feministin Andrea Dworkin. Es diskutierten u.a. Rita Süssmuth, Hellmuth Karasek, Verena Krieger, Renate Schmidt und Markus Peichel.

Sendung: hr2-kultur, "Archivschätze", 03.12.2022, 14:04 Uhr.