"Alle leiden bis heute unter haftbedingten Krankheiten und traumatischen Erinnerungen", sagt Christoph Kulessa, der Geschäftsführer des Maximilian-Kolbe-Werkes. Und viele leben in großer Armut. Umso erstaunlicher, dass sie trotzdem bereit sind zum Austausch, zu Gesprächen und sogar zu Freundschaften mit Menschen aus Deutschland. "Wenn jemand seine Geschichte erzählt, ist das ein Geschenk".

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"Die Begegnungen mit Zeitzeugen legen einen Samen." | Christoph Kulessa, Maximilian Kolbe-Werk

Christoph Kulessa
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Die Leitlinie des Maximilian-Kolbe-Werkes heißt: 'Helfen, Begegnen, Erinnern - im Dienst der Versöhnung und des Friedens'. Es unterstützt Menschen in Osteuropa, die den Holocaust überlebt haben, KZs, Vernichtungslager, und jetzt im hohen Alter mit vielen Gebrechen zu kämpfen haben.
"Ich habe keinen Hass. Hass und Ausgrenzung sind Mittel der Diktatur." sagt Henriette Kretz immer wieder, wenn sie als Zeitzeugin für das Maximilian-Kolbe-Werk arbeitet. Sie ist 1934 in Stanisławów geboren, einer Stadt, die damals zu Polen gehörte und heute in der Ukraine liegt. Sie hat den Holocaust überlebt, ihre Eltern nicht.

Jetzt hat der Krieg, den Putin in die Ukraine getragen hat, viele Menschen aufs Neue traumatisiert. Im hr2-Doppelkopf denkt Christoph Kulessa darüber nach, was es heute heißt, sich in den Dienst des Friedens und der Versöhnung zu stellen.

Gastgeberin: Regina Oehler

Musikinhalt dieser Sendung:
Liisam Randalu, hr-Sinfonieorchester, Ltg. Richard Egarr: Konzert für Viola und Orchester G-Dur, TWV 51:G9, 1. Satz: Largo (Telemann)
Roger Cicero: In diesem Moment
WDR Funkhausorchester Köln: Die Ankunft der Königin von Saba aus "Salomon" (Händel)

Hier finden Sie den "Doppelkopf" als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 24.04.2024, 12:04 Uhr.