Ein "MoMA der Naturkunde" schwebt ihm vor, dem österreichischen Ökologen Prof. Dr. Klement Tockner. Er ist seit Januar 2021 Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung – bestens bekannt durch ihr Stammhaus mit Dinosauriern, Walen und Wasserschwein-verschlingender Anakonda in Frankfurt. Klement Tockner hat sich vorgenommen, das beliebte Senckenberg-Museum interaktiver zu gestalten und noch mehr Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen anzusprechen.

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"Der Natur geht es so schlecht wie nie zuvor." | Klement Tockner über Herausforderungen u.a. an Naturwissenschaft

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"Open Science" heißt eines der Zauberworte Tockners, der die Wissenschaft als einen Basispfeiler der Demokratie sieht, zusammen mit Presse- und Meinungsfreiheit. Was dabei deutlich wird: Senckenberg ist weit mehr als "nur" das Museum in Frankfurt – vielmehr avancierte Senckenberg unter Tockners Vorgänger Volker Mosbrugger zu einer wahren Wissenschaftsmarke mit Standorten in ganz Deutschland, die es nun zu bewahren und weiterzuentwickeln gilt.

Klement Tockner erscheint dafür als idealer Kandidat: gebürtig aus der Steiermark stammend, wissenschaftlich in der Gewässerforschung verwurzelt, zuletzt als Präsident des österreichischen Wissenschaftsfonds in Wien tätig – er weiß, wo’s in der Forschungsszene langgeht und wie man dabei ganz bodenständig bleibt.

Gastgeber: Stephan Hübner

Musiktitel dieser Sendung:
- Angelika Hagen und Andi Schreiber: Remember Rembetiko
- Ali Farka Touré und Toumani Diabaté: Ai ga bani
- Paolo Conte: Via con me
- Emile Parisien und Vincent Peirani: Fuga y Misterio

Wiederholung eines Gesprächs vom April 2021.

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 26.07.2022, 12:00 Uhr.