Sie war kurze Zeit Puppenspielerin an einem Marionettentheater. Bevor sie beschloss, ganz andere Fäden zu ziehen. Nämlich, so viele Zeugnisse wie nur irgend möglich zu sammeln, die sich um Exilerfahrung drehen. Von Menschen jeglicher Herkunft und Profession, die durch die NS-Zeit gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen. Seit 2011 ist Sylvia Asmus die Leiterin des Exilarchivs 1933-45 in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt.

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"Exil kann auch eine Chance sein." | Sylvia Asmus über Exil, Emigration und Flucht

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Vor wenigen Jahren hat die Exilforscherin es dann geschafft, einen Teil der vielen Archiv-Schätze in einer Dauerausstellung zu präsentieren. Wie geht sie aber persönlich damit um, sich nahezu durchgehend mit dem Leid von Menschen zu beschäftigen, das ja meist mit Exilerfahrung verbunden ist?

Im "hr2-Doppelkopf" wird Sylvia Asmus davon erzählen. Aber auch von den komplizierten Anfängen des Archivs selbst, von dem Gedächtnis, das ihre Institution präsentiert und wie Menschen, die heute auf der Flucht sind, davon profitieren können. Außerdem gibt die Leiterin des Archivs Auskunft über die jetzt anstehende Veranstaltungsreihe "Tage des Exils" in Frankfurt.

Gastgeber: Martin Maria Schwarz

Musikinhalt dieser Sendung:
Shantel: Citizen of Planet Paprika
Aretha Franklin: Respect
London Symphony Orchestra, Ltg.: André Previn: Masquerade (Hornpipe). Festlich bewegt (5)Aus: Much ado about nothing (Viel Lärm um Nichts), op 11 (Suite für Kammerorchester) (Erich Wolfgang Kornfeld)

Sendung: hr2-kultur, "Doppelkopf", 31.08.2022, 12:00 Uhr.