Es lebe das Doppelrohrblatt! So mögen sich die Veranstalter des Nieder-Mooser Konzertsommers im September gedacht haben - und luden zwei der besten Interpret*innen ihres Fachs ein: den Oboisten Albrecht Mayer und die Fagottistin Sophie Dervaux.

Albrecht Mayer, Oboe
Sophie Dervaux, Fagott
Evgenia Rubinova, Klavier

Françaix: Trio für Oboe, Fagott und Klavier
Roger Boutry (1932-2019): Interférences I für Fagott und Klavier
Saint-Saëns: Sonate für Oboe und Klavier D-Dur op. 166
Saint-Saëns: Sonate für Fagott und Klavier G-Dur op. 168
Dutilleux: Choral et variations aus "Sonate pour piano"
Poulenc: Trio für Oboe, Fagott und Klavier

(Aufnahme vom 11. September 2022 aus der Evangelischen Kirche in Nieder-Moos)

ER ist seit 1992 Solo-Oboist bei den Berliner Philharmonikern - SIE ist seit 2015 Solofagottistin der Wiener Philharmoniker und des Wiener Staatsopernorchesters: Albrecht Mayer und Sophie Dervaux. Sie sind beide jenseits vom Orchesterdienst auch solistisch unterwegs - und treten dann auch gern gemeinsam in Kammermusik-Projekten auf. Für ihr Konzert beim Nieder-Mooser Konzertsommer hatten sie sich die Pianistin Evgenia Rubinova mit ins Boot geholt und ein rein französisches Programm zusammengestellt.

Schließlich haben Camille Saint-Saëns, Jean Françaix und Francis Poulenc Doppelrohrblatt-Instrumente wie Oboe und Fagott, die jahrhundertelang im Orchester ein Schattendasein fristeten, als Solisten wiederentdeckt. Auch Roger Boutry hat das nicht gerade üppige Fagott-Solo-Repertoire bereichert, mit seinem 1972 entstandenen Stück "Interférences", das von freien Kadenzen durchzogen ist. Wie gemacht also für eine Virtuosin wie Sophie Dervaux.

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 01.01.2023, 20:04 Uhr.