Mitte Juni wird in Barcelona traditionell der "Casals-Tag" begangen, um an den großen Cellisten Pablo Casals zu erinnern. 1934 wurde er hier zum "Adoptivsohn der Stadt" ernannt und mit der "Medaille der Stadt" ausgezeichnet. Zu Gast waren diesmal der Cellist Pablo Ferrández und sein Klavierpartner Luis del Valle.

Pablo Ferrández, Violoncello
Luis del Valle, Klavier

Bruch: Kol Nidrei op. 47
Schostakowitsch: Cello-Sonate d-Moll op. 40
Beethoven: Variationen über "Bei Männern welche Liebe fühlen" WoO 46
Franck: Cello-Sonate A-Dur FWV 8

(Aufnahme vom 15. Juni 2023 aus dem Palau de la Música Catalana Barcelona)

Am 22. Oktober jährt sich Pablo Casals Todestag zum 50. Mal. Auch daran wurde bei dem Konzert erinnert, das passenderweise im Palau de la Música Catalana stattfand - jenem prachtvoll bunt gestalteten Konzertsaal, in dem Casals selbst häufig als Cello-Virtuose und Dirigent zu erleben war.

Ein preisgekrönter Cello-Virtuose ist längst auch Pablo Ferrández. Gemeinsam mit seinem Klavierpartner Luis del Valle spielte der 32jährige Werke, die ihm besonders am Herzen liegen: Darunter Beethovens Variationssätze zu Mozarts "Zauberflöten"-Arie "Bei Männern welche Liebe fühlen" und eine Cello-Sonate von Dmitri Schostakowtisch. Entstanden ist sie 1934 - also in dem Jahr, in dem Pablo Casals mit der "Medaille der Stadt Barcelona" geehrt wurde.

Anschließend:
Telemann: Ouvertüre e-Moll (Camerata des 18. Jahrhunderts / Konrad Hünteler)

Sendung: hr2-kultur, "Konzertsaal", 08.10.2023, 20:04 Uhr.